Schöne Tiffanylampen und Tiffany Glastechnik

 

Tiffanylampen in ihrer ganzen Vielfalt

Wer an die Tiffanylampen denkt, dem kommen in der Regel zunächst nur die Tischleuchten in den Sinn. Dabei können Tiffanylampen natürlich noch in zahlreichen anderen Variationen auftreten. Dabei zeichnen sich alle Tiffanylampen durch ihr farbiges Licht aus, welches für eine besondere Atmosphäre im gesamten Raum sorgt. Die Lampen selbst passen sich den unterschiedlichsten Einrichtungsstilen an, je nach Art der verwendeten Farben und Motive können die Tiffanylampen in Räumen mit Biedermeiermöbeln ebenso eingesetzt werden, wie in sehr modern eingerichteten Räumlichkeiten.

Tischleuchten im Tiffany Stil

Obwohl die Tiffanylampen heute um einiges weiter entwickelt sind, als zur Zeit ihres Ursprungs, können sie nach wie vor viele Menschen begeistern. Wer sich für diese Leuchten entscheidet, kann durch den gezielten Einsatz mehrerer unterschiedlicher Tischleuchten, ein besonderes Flair in die Wohnräume bringen.

Selbst die entlegensten Winkel und Ecken werden in ein sanftes Licht getaucht. Das sorgt für Gemütlichkeit, die wohl keiner in seinem Heim missen möchte. Auch als Nachttischlampen können die Tiffanylampen für ein besonderes Flair im Schlafzimmer sorgen.

Standleuchten im Tiffany Stil

Auch Standleuchten können im bekannten Tiffany Stil angefertigt sein. Hier sollte auf dimmbare Leuchten geachtet werden, um die Lichtverhältnisse stets den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können. Die Standleuchten können in den Ecken der Wohnräume für ein behagliches Licht sorgen. Der Wohlfühlfaktor ist den Tiffanylampen besonders zuzuschreiben, denn sie ermöglichen ein weiches, sanftes Licht.

Deckenleuchten im Tiffany Stil

Auch Deckenleuchten werden im Tiffany Stil angeboten. Diese Art der Tiffanylampen unterscheidet sich lediglich durch den fehlenden Standfuß von den anderen Leuchten. Dabei werden die Deckenleuchten sehr flach angefertigt, ermöglichen aber dennoch die sanfte Lichtquelle, die man von allen anderen Tiffanylampen gewohnt ist.

Ein weiterer Vorteil der Tiffany Deckenleuchten besteht darin, dass die Lampen recht unauffällig sind. Damit lassen sie sich wiederum ideal in jeden Einrichtungsstil integrieren. Außerdem kann die Beleuchtung nach den eigenen Wünschen gestaltet werden. Kommen beispielsweise vorrangig rote und gelbe Töne in den Tiffanylampen zum Einsatz, so lässt sich ein besonders weiches, gemütliches Licht erzeugen. Auch erfolgt die Lichtverteilung mit niedriger Wattzahl sehr weich im gesamten Raum. Um einzelne Ecken auszuleuchten, können die Deckenleuchten schließlich noch mit Tischleuchten und Standleuchten im Tiffany Stil ergänzt werden.

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Tiffany Glaskunst – ein Hobby der besonderen Art

Tiffany StehlampeDie Tiffany Glaskunst gehört heute zu den beliebtesten Gestaltungsmöglichkeiten eines Raumes. Dabei kommen vorrangig Tiffanylampen zum Einsatz. Sie können sowohl als Standleuchten, als auch in Form von Tischleuchten für einen besonderen Charme der Wohnung sorgen. Zurückzuführen ist die Tiffany Glaskunst auf Louis Comfort Tiffany. Der Jugendstilkünstler konnte dank der speziellen Verarbeitung von Glas für einzigartige Tiffanylampen und mehr sorgen. Wichtig bei der Tiffany Glaskunst ist vor allem die Ummantelung der einzelnen Glasteile mit Kupferfolie. Verbunden werden sie durch Lötzinn, wodurch es möglich wird, ein dreidimensionales Gebilde, wie eben die Tiffanylampen zu erstellen.

Heute wird die Tiffany Glaskunst von vielen Menschen als Hobby, aber auch als Beruf ausgeübt. Wer sich selbst noch unsicher ist, ob er eine Tiffanylampe vollständig selbst herstellen kann, kann sich ebenfalls dazu entschließen, nur eine Vorlage zu erstellen. Mit etwas Kreativität dürfte das kein Problem sein. Diese Vorlage kann der Einzelne dann wiederum von den spezialisierten Fachhändlern der Tiffany Glaskunst anfertigen lassen. Das Besondere dabei: Jedes Stück wird ein Unikat, da viele der Fachhändler reine Handarbeit anbieten.

Wer sich selbst mit dem Hobby Tiffany Glaskunst beschäftigen möchte, erhält auf den folgenden Seiten einige Anregungen und grundlegende Informationen zur richtigen Technik und den passenden Werkzeugen.

 

 

Werkzeuge und Materialien für die Tiffany Glaskunst

 

Tiffany LampenUm das Hobby Tiffany Glaskunst auszuüben, benötigt man natürlich erst einmal verschiedene Materialien und Werkzeuge. An erster Stelle stehen dabei die Gläser, wobei verschiedene Glasarten zum Einsatz kommen können.

Gläser für die Tiffanylampen

Als Gläser kommen unter anderem das Opalescent-Glas und das Antik-Glas in Frage. Ersteres wird auch als Kathedral-Glas bezeichnet. Es handelt sich um Glas, welches in Platten gegossen wird. Häufig wird es in Handarbeit hergestellt. Beim Antik-Glas handelt es sich ebenfalls um Gläser, die in Handarbeit hergestellt werden. Dabei entstehen sehr kleine Unregelmäßigkeiten, die aber bei der Tiffany Glaskunst die Einmaligkeit der Tiffanylampen und anderer Stücke nur unterstreichen. Experten halten das Antik-Glas sogar für eines der besten im Bereich dieser Glaskunst.

Außerdem kommt das so genannte Ripple-Glas zum Einsatz, dessen Rückseite stark geriffelt ist. Hierbei werden spezielle Effekte erzielt, die sich insbesondere durch die Struktur des Glases ergeben. Allerdings erfordert es schon einiges Können, um mit Ripple-Glas zu arbeiten, da es sich äußerst schwierig schneiden lässt.

Ebenfalls ist das Industrieglas für die Tiffany Glaskunst zu verwenden. Bei diesem werden verschiedene Strukturen und Riffelungen mittels Maschinen auf das Glas aufgebracht. Dadurch lässt sich dieses Glas sehr einfach verarbeiten, auch die Kosten sind deutlich niedriger, als bei anderen Tiffany Gläsern. Zusätzlich ergibt sich ein entscheidender Nachteil beim Industrieglas: Die Tiffanylampen zeichnen sich durch ein sehr lebendiges Aussehen aus, dieses geht bei Industrieglas durch die maschinelle Verarbeitung mitunter etwas verloren.

Beim Kauf von Tiffany Glas sollte vor allem auf eine ausreichende Menge geachtet werden. Nahezu jede Scheibe ist ein Unikat, werden die Gläser jedoch gemeinsam gekauft, weisen sie eine recht hohe Ähnlichkeit auf. Da in der Regel mit einem Verschnitt und Bruchverlust von einem Drittel der Gläser zu rechnen ist, sollte entsprechend mehr Glas besorgt werden.

Weitere Materialien zur Herstellung der Tiffanylampen

Natürlich ist es mit dem Glas alleine noch nicht getan, wenn es darum geht, Tiffanylampen herzustellen. Des Weiteren wird zum Beispiel ein Glasschneider benötigt. Er ist in unterschiedlichen Variationen und Preisklassen erhältlich, doch in der Regel reicht ein einfaches Modell aus. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Rädchen, mit denen geschnitten wird, entsprechend sichtbar sind. Außerdem sollten Achse und Rädchen stets mit Schneideöl eingeschmiert werden, um so für einen besseren Schnitt zu sorgen.

Außerdem ist eine Glasbrechzange notwendig, um Tiffanylampen herzustellen. Sie wird mitunter auch als Kröselzange bezeichnet, obwohl beide Zangen unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Die Glasbrechzange dient zum Herausbrechen kleiner Glasstücke, wohingegen die Kröselzange verwendet wird, um Innenkurven zu erzielen. Zudem sind ihre Backen deutlich schmaler, so dass feinere Ausschnitte möglich werden.

Eine Carborundfeile oder eine Schleifmaschine wird benötigt, um die oft scharfkantigen und zackigen Ecken und Kanten des Glases zu glätten. Andernfalls kann die später aufzutragende Kupferfolie nicht richtig halten. Diese wird natürlich ebenfalls benötigt, beim Kauf ist darauf zu achten, dass ihre Breite der Glasstärke entspricht. Der Lötkolben ist ebenso ein wichtiges Werkzeug für die Herstellung von Tiffanylampen. Er darf nicht zu schwer sein und sollte gut in der Hand liegen. Außerdem muss er mindestens 50 Watt Leistung bieten. Lötfett, alternativ Lötwasser wird verwendet, um das Zinn der Kupferfolie aufzulösen und zu verflüssigen.

Zusätzlich kommt Lötzinn zum Einsatz, der aus einer Legierung aus Zinn und Blei besteht. Unterschieden wird in mehrere Legierungen, die im Verhältnis 50:50 oder 60:40 stehen können. Erstere werden verwendet, um eine Punktlötung zu erreichen. Für halbrunde Lötnähte dagegen werden die 60:40-Legierungen eingesetzt. Die Patina ist die Lötnaht. Sie kann ganz nach Belieben in den Farben Kupfer, Schwarz oder Bronze eingefärbt werden. Hierfür sind unterschiedliche Chemikalien notwendig.

 

Anwendung der Tiffany Technik

 

Tiffany LampenWer sich mit dem Hobby der Tiffany Glaskunst auseinander setzt, will natürlich früher oder später auch eigene Tiffanylampen gestalten. Dafür muss man jedoch zunächst einmal die richtige Anwendung der Tiffany Technik verstehen lernen. Welche Werkzeuge und Materialien notwendig sind, wissen wir ja bereits. Nun gilt es, die Gläser richtig zu verarbeiten. Dabei kann die Tiffany Technik grob in fünf Schritte unterteilt werden. Zwar gab es ein paar kleinere Änderungen der Technik in den vergangenen Jahren, doch im Großen und Ganzen sind die Arbeitsschritte nach wie vor ähnlich, wie zu Zeiten C. L. Tiffanys.

Schritt 1 – Die Schablone

In der Regel wird zunächst eine Schablone für die Tiffanylampen angefertigt. Sie kann anschließend mit Hilfe von Blaupapier auf festen Karton übertragen werden. Der Karton wird nun auf das Glas gelegt und die Schnittstellen mit einem wasserfesten Stift angezeichnet. Wichtig ist es hierbei, auf eine hohe Genauigkeit zu achten. Denn diese ist notwendig, damit die einzelnen Glasstücke später perfekt zusammen passen.

Sinnvoll ist es ebenfalls, die Kartonschablonen etwas kleiner zu wählen, als die Glasteile. Nur so kann die Anzeichnung maßgenau erfolgen. Außerdem ist darauf zu achten, wie das Glas strukturiert ist. Sollen in den Tiffanylampen mehrere Blütenblätter zu sehen sein, so sollten sie alle mit Gläsern in einer Quermaserung angefertigt werden. Hier darf kein Blütenblatt plötzlich mit einer Längsmaserung aus der Reihe tanzen.

Schritt 2 – Glas zuschneiden

Im zweiten Schritt wird das Glas zugeschnitten. Hierbei wird der Glasschneider benötigt. Idealerweise sollte er über ein hartes Rädchen verfügen, das einen genaueren Schnitt zulässt und länger hält. Für einen geraden Schnitt ist die senkrechte Haltung des Glasschneiders empfehlenswert. Dabei ist auf einen gleichmäßigen Druck an allen Stellen zu achten. Durch einen wechselhaften Druck kann das Glas schnell ungewollt brechen.

Gleiches gilt, wenn mehrfach über einen Schnitt gefahren wird. Auch bei sehr feinen Spitzen oder Rundungen sollte man nicht nur einen Schnitt ausführen. Hier sollten mehrere Zwischenschnitte durchgeführt werden, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Andernfalls kann es hier ebenfalls schnell zum Glasbruch kommen.

Schritt 3 – Glas brechen

Beim Brechen des Glases kommen wieder zweierlei Varianten zum Einsatz. Zum Einen kann mit den Händen gearbeitet werden. Sie werden beidseitig neben den Schnitt gelegt, die Daumen liegen auf dem Glas. Anschließend kann das Glas vorsichtig gebogen werden, bis es bricht. Allerdings eignet sich dieses Verfahren nur für größere Gläser, kleine Stücken lassen sich besser mit der Brechzange brechen. Hierfür sollte das Sichtloch direkt über dem Schnitt liegen. Durch das Zusammendrücken der Brechzange wird das Glas vorsichtig gebrochen.

Besonders wichtig beim Brechen des Glases ist ein schnelles Handeln. Der Bruch sollte sofort nach dem Zuschneiden erfolgen, da sich die feinen Schnitte sonst wieder schließen können, wodurch es zu einem unkontrollierten Glasbruch kommt.

Schritt 4 – Glas schleifen

Der vierte Schritt auf dem Weg zur Herstellung von Tiffanylampen beinhaltet das Schleifen des Glases. Hierfür kann die Carborundfeile verwendet werden, alternativ auch eine Schleifmaschine, die noch bessere Ergebnisse erzielt. Die Schleifmaschine sollte stets über ausreichend Wasser im Behälter unter der Arbeitsfläche verfügen. Mit diesem Wasser wird der Schleifkörper stetig befeuchtet.

Der Schliff des Glases ist nicht nur notwendig, um eine möglichst perfekte Form der Gläser zu erhalten, sondern auch deshalb, weil sich die Kupferfolie besser auf ebenen Flächen anbringen lässt.

Schritt 5 – Glas einfassen

Im fünften und letzten Schritt zur Herstellung der Tiffanylampen werden die Glasstücke in die Kupferfolie eingefasst. Dabei sind besonders die selbstklebenden Folien zu empfehlen. Die Folie sollte nach dem Falzen noch einen Millimeter überstehen, damit ein möglichst genaues Ergebnis erzielt wird. Wichtig ist ebenfalls, dass das Glas von sämtlichen Fettresten und dem Schleifstaub gereinigt wird. Sonst kann die Kupferfolie nicht halten.

Sollte die Kupferfolie bereits oxidiert sein oder Flecken aufweisen, sollte sie zunächst mit etwas Stahlwolle abgerieben werden. Dadurch lässt sie sich im Anschluss besser verlöten. Aus diesem Grund ergibt sich auch die Empfehlung, den Vorrat an Kupferfolie nach Möglichkeit gut geschützt, etwa in Plastiktüten, aufzubewahren.